2.12.08

Agrarfreihandelsabkommen Schweiz - EU. Nachteile für die Schweiz.

Als Gegner des Agrarfreihandels mit der EU betonen wir die gegnerischen Argumente. "Vernunft Schweiz" versucht wie immer eine ausgewogene Darstellung und schreibt unter dem Abschnitt "Nachteile für die Schweiz":
Besonders die Bauern würden von den tieferen Preisen ihrer Konkurrenten aus der EU negativ betroffen sein. Da sie die Lebenshaltungskosten sowie Produktionskosten nicht von heute auf morgen reduzieren können, müssten die Bauern vor allem in der Übergangsphase mit hohen Einkommenseinbussen rechnen. Laut Prognosen des EVD würde das jährliche Einkommen der Bauern bei planmässigem Inkrafttreten des Freihandels von knapp 2.4 Mrd. Franken um rund einen Drittel auf 1.6 Mrd. im Jahr 2016 sinken (der Bauernverband geht von einer Einkommenseinbusse von rund 50% aus). Im weiteren Verlauf bis zum Ende der Übergangsphase werden nach Expertenschätzungen über die Jahre hinweg insgesamt weitere 3-6 Mrd. Franken an Einkommen für die Bauern wegfallen.
Dieser Wegfall soll dann aber nach der Übergangsphase stetig abgebaut werden. Auch wenn die Prognosen davon ausgehen, dass die weiterhin bestehenden Bauernbetriebe langfristig profitieren, würde das FHAL auch viele Bauern zum Aufgeben ihres Betriebes zwingen. Schliessen müssten vermutlich vor allem kleinere Betriebe. Wie viele es genau sein würden, ist nur sehr schwer abzuschätzen.
Gegner gehen davon aus, dass die Landschaftspflege sowie die Grundversorgung darunter leiden werden. In der Folge wäre die Schweiz bei der Lebensmittelversorgung noch abhängiger vom Ausland.
Des Weiteren wird es als gewissen Nachteil angesehen, dass die Schweiz viele Richtlinien (über 100) im Agrar- und Lebensmittelbereich teils direkt von der EU übernehmen müsste. Besonders Richtlinien bzgl. Umweltstandards bieten Zündstoff für Verhandlungen, da die meisten EU-Richtlinien in diesem Bereich weniger strikt sind als die Schweizerischen. So stellt beispielsweise das Tierschutzgesetz einen wesentlichen Streitpunkt dar, welcher zuerst im Rahmen der Verhandlungen geklärt werden müsste.
Vernunft Schweiz: Agrarfreihandelsabkommen Schweiz - EU.

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12.2.08

Schädliches Freihandelsabkommen.

Das von der Schweizer Regierung geplante Agrar-Freihandelsabkommen mit der EU sollte fallengelassen werden. Es schadet unserer Landwirtschaft und dem Konsumenten. Einheimische Bauern werden ihre teureren Produkte nicht mehr verkaufen können. Der Konsument wird noch mehr billige Importprodukte und industrielle Massenware angeboten bekommen. Die hohe einheimische Qualität der Produkte wird preisgegeben, und die umweltgerechte Herstellung tritt in den Hintergrund. Die EU erlaubt z.B. tierquälerische Käfighaltung der Hühner und genmanipulierten Pfanzenbau, um nur einige der umstrittenen Themen zu nennen.
Zeit-Fragen: Ein Freihandelsabkommen würde der Landwirtschaft Milliarden-Verluste bringen und sie total ruinieren und unsere minimale Ernährungssicherheit massiv gefährden, nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität. Sind wir Bauern uns bewusst, dass ein Freihandelsabkommen nur den Rohstoffpreis, nicht aber das verarbeitete Produkt nach unten limitiert? Das Nahrungsmittel-Importland Schweiz wäre gut beraten, bei der weltweit rückläufigen Nahrungsmittelproduktion unsere einheimische Produktion auf dem heutigen Niveau zu erhalten und nicht durch ein Freihandelsabkommen zu gefährden.
Zitiert aus Zeit-Fragen: Freihandel gefährdet die Landwirtschaft und somit die Ernährungswirtschaft. http://www.zeit-fragen.ch

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